„Oh Yeah…You gotta make things happen.“
Birth Of Joy - Make Things Happen
Mache alle Dinge im Leben mit Hingabe. Das hat Susen zu Rembert gesagt. Darum lautete das Motto des OBS 18 auch Hingabe. Onkel Duden sagt:
rückhaltloses Sichhingeben für/an jemanden, etwas
große innere Beteiligung, hingebungsvoller Eifer; Leidenschaft.
Für uns, die wir dieses Jahr zum zweiten Mal dabei waren, zeigt sich die Hingabe beim Orange Blossom in vielen Aspekten. Sei es die Organisation, die Musikauswahl, die liebevollen Details am Rande, das Publikum oder der handverlesene Campburger. Es gab vieles zu entdecken, vieles zu geniessen und jede Menge Spass.
Durch die etwas längere Anreise mussten wir leider auf die zwei ersten Bands am Freitag verzichten. Dafür haben wir am Campingplatz gleich unsere netten Nachbarn kennengelernt. Neben einer Luftpuppe gabs von Carlotta auch noch jede Menge Gras. :-)
17:30 – 18:40 RAH RAH
Rah Rah - Prairie Girl
19:10 – 20:20 LINGBY
Lingby - I Worked For The Light
20:50 – 22:00 REVEREND SHINE SNAKE OIL CO.
Die erste Band – was für ein Brett. Energie, Energie, Energie. Ich weiss gar nicht was genau passiert. Ist das jetzt eine Predigt? Gospel, Blues, Rock – alles in einen Topf, durchschütteln, und fertig ist die „music from the cookie box“. Mitreissend, mitbewegend, emotional. Einfach toll.
Reverend Shine Snake Oil Co. - Lay with me
22:30 – 23:50 GOLDEN KANINE
Golden Kanine waren einer der Hauptgründe für das OBS. Und sie haben nicht enttäuscht. Das ist bewegender Folk / Rock / Indie. Perfekt um einen Starttag ausklingen zu lassen.
Golden Kanine - No Fun
Schnell das Mixtape in die Kiste und ab ins Zelt. :-)
Der Samstag beginnt mit einem frühen Sonnengruss. Ab halb sieben halte ich es im Zelt nicht mehr aus. Es wird richtig heiss. Wunderbar. Auf geht’s zum Tennisverein um sich frisch zu machen. Ein leckeres Frühstück muss dann auch noch sein.
11:30 – 12:30 DANGERS OF THE SEA
Wir habens irgendwie nicht geschafft. Wir wollten, aber es war zu heiss.
Dangers of the Sea - Sheer Desperation
13:00 – 14:00 THE ANIMEN
Anzüge, Gitarren und Rock’n Roll. Es gibt was auf die Ohren. Fetzig und tanzbar.
The Animen – C’est du Rock’n’Soul
14:30 – 15:30 DIE HÖCHSTE EISENBAHN
Höchste Eisenbahn für die Höchste Eisenbahn. Selten so gelacht. DHE sind witzig, haben gute Texte und gute Melodien. Eine Mischung aus Tele, Tomte und Kid Kopphausen. Tatsächlich sind ja die Mitglieder auch aus diesen Bands. Schön.
Die Höchste Eisenbahn LIVE Session
16:00 – 17:00 MOZES & THE FIRSTBORN
“I got skills to make it through your doorway.” Eine richtige Gauditruppe. Sie haben Spass, das Publikum hat Spass. Bracuht man nicht mal eine Gewürzzigarette dafür. Holland geht steil. (Nach dem 5:1 jetzt sicher noch mehr) :-)
Mozes & The Firstborn - Gimme Some
17:30 – 18:30 MISTER & MISSISSIPPI
Kleine Schlafenspause eingelegt. Sehnsüchtig auf den See gestarrt.
Mister and Mississippi - Northern Sky
19:00 – 20:10 NAKED LUNCH
Landsleute. Verrückt. Polarisierend. Mag man oder mag man nicht. Ich fand sie erstaunlich zugänglich. Sie hatten Spass. Und waren am einzigen Festival wo Besucher mit Hüsker Dü Shirts noch mit Bier belohnt werden. Prost.
Naked Lunch - The Sun
Auf zum Campburger. Sieht lecker aus. Die Zubereitung ist Entschleunigung, die Zutaten handverlesen. Doch das Endergebnis ist äusserst lecker und die nächste Band geht sich auch noch aus.
20:40 – 21:55 THE BUILDERS & THE BUTCHERS
Wie haben Sie es nachher formuliert: One of the greatest gigs we ever had. Das will ja was heissen. Vielleicht machen sie sich jetzt nicht mehr ganz so rar in Deutschland. Mitreissendes Konzert. Ein Highlight.
The Builders and the Butchers - Spanish Death Song
22:30 – 23:50 WOVENHAND
Findet einer meiner Kollegen echt spitze. Der war aber nicht dabei. Ich fragte mich: Warum die ganze Verzerrung und warum nur laut. Liess den Funken nie überspringen, wurde deshalb auch früher verlassen. Lag auch an der Erwartungshaltung.
Wovenhand - As I Went Out One Morning
Exit Saturday, enter Sunday.
Oder: der Tag am See.
Wieder früh von der Sonne wachgeküsst. Wir beschliessen den Surprise Act natürlich mitzunehmen. Also: Duschen, Frühstück und
11:30 – 12:40 surprise act (THE GREAT CRUSADES)
Die Erwartungshaltung war gross, letztes Jahr spielten hier Murder by Death. Die Great Crusades sind Rekordhalter am OBS gemessen an der Anzahl der Auftritte. Konnten aber leider nicht überzeugen. In meiner Nähe hörte ich so Worte wie: „Altherrenrock“.
The Great Crusades - Porch Song
Danach, oh Graus, wird’s uns zu heiss. Wir machen einen kurzen Abstecher in die Stadt um unsere Bargeldvorräte aufzustocken.
Erkenntnis 1: Bei der Tankstelle gegenüber dem Lidl gibt’s einen Fleischautomaten.
Erkenntnis 2: Sparkasse = Sauna.
Erkenntnis 3: Am Weserufer lässts sich schöner spazieren.
Wir verpassen drei Bands. Es ist so heiss das wir einfach zum Baggersee müssen. Herrlich im Schatten zu liegen und ab und an in den See zu springen. Abgesehen von einem kleinen Stierintermezzo („Der kam direkt auf uns zu“) und einem Taubenabsturz verläuft alles ruhig. Sogar der Whisky ist fast leer. :-)
Später geht’s zum grillen. Lieben Dank an unsere Nachbarn die uns Ihren Pavillon und damit wichtigen Schatten überlassen.
13:05 – 14:05 RUE ROYALE
Rue Royale - Halfway Blind
14:35 – 15:35 KESTON COBBLERS’ CLUB
Keston Cobblers' Club - For, Words
16:05 – 17:05 DAVID LEMAITRE
David Lemaitre - Six Years
17:35 – 18:45 PINK MOUNTAINTOPS
Ausgeruht und mit vollem Magen geht es wieder zurück in den Garten. Die Mountaintops sind aber irgendwie nicht so motiviert – nachdem der Bass den Geist aufgibt, gehen sie viel zu früh von der Bühne. Das könnt ihr wohl besser Jungs.
Pink Mountaintops - Sell Your Soul
19:15 – 20:25 BIRTH OF JOY
Die Menge tanzt. Die drei Holländer unterhalten, bieten gute Musik. Ganz ernst nehmen tun sie sich offensichtlich nicht. Wohin ich schaue glückliche, tanzende Menschen. Schön und toll.
Birth Of Joy - Rock & Roll Show
20:55 – 22:05 GALLON DRUNK
Die Herren machen Alternative Rock mit Einflüssen von Blues, Jazz und Punk. Repetitiv. Und ich habe das Gefühl dass sich der Platz ein wenig leert.
Gallon Drunk - The Dumb Room
22:35 – 23:50 WALLIS BIRD
Alle sind wieder da. Wallis Bird ist aufgedreht wie immer, spricht englisch, deutsch und hessisch. Würgt ihr Gitarre, würgt ihr Mikro, rockt sich die Seele aus dem Leib. Sie besteht auch als Abschlussact am Sonntag.
Wallis Bird - Hardly Hardly
Und zwischen den Bands spielten noch drei Bands. Am Freitag waren dies ANNENMAYKANTEREIT. Ton Steine Scherben oder Rio Reiser lebt. Eine Wahnsinnsstimme und schöne Texte. To be remembered.
AnnenMayKantereit - Oft Gefragt
Am Samstag rockte RICHARD JOHNSTON. Bluesig, erdig, rotzig. Great.
Richard Johnston - Shake 'Em On Down
Am Sonntag war dies THE GOHO HOBOS. Leider nicht gehört.
The GoHo Hobos feat. Michał Augustyniak - Chocolate Jesus
Und das wars. Viel zu schnell war es mal wieder vorbei. Perfekte drei Tage, super Organisation, lauter liebe Leute und tolle Musik.
Ich sags mal mit FM4: You’re at home, baby! :-)
Wir kommen wieder.
Music is an art form whose medium is sound and silence. The word derives from Greek μουσική (mousike; "art of the Muses"). To many people in many cultures, music is an important part of their way of life. So it is for us: Enjoy our Panopticon of MUSIC. (And every kind of other art too. :-)
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Wednesday, 18 June 2014
Thursday, 3 April 2014
OANAFUFFZG
Back on track.
Entschlossen in Zukunft wieder mal mehr zu schreiben. Daumen halten. :-)
Als Wiedereinstieg eine kleine Vorschau auf das OBS 18 in Beverungen. Ein kleines, feines Festival welches uns letztes Jahr das erste Mal beeindruckt hat.
Hier die Running Order:
Freitag, 06. Juni
17:30 – 18:40 RAH RAH
Kanadische Indie-Rock Band; gegründet 2005, drei Alben;
Rah Rah – Prairie Girl
Rah Rah – Prairie Girl (kann auch in Deutschland angeguckt werden)
19:10 – 20:20 LINGBY
Aus Köln; Indie-Pop; gegründet 2006, ein (zwei) Alben;
Lingby – Like a stone
20:50 – 22:00 REVEREND SHINE SNAKE OIL CO.
Dänische Blues/Jazz/Swing/Crossover Band; gegründet 2007;
Reverend Shine Snake Oil Co. – Belligerent
22:30 – 23:50 GOLDEN KANINE
Schweden; Rock/Folk/Indie; gegründet um die 2004/2005; drei Alben;
Golden Kanine – Climb
* ANNEN MAY KANTEREIT werden in zwei Umbaupausen auf der Minibühne auftreten
Aus Köln; Rock/Pop/Blues; gegründet so um die 2011; ein Album;
AnnenMayKantereit – Wohin Du Gehst
Samstag, 07. Juni
11:30 – 12:30 DANGERS OF THE SEA
Dänemark; Folk/Indie; gegründet 2010; ein Album;
Dangers Of The Sea – Sheer Desperation
13:00 – 14:00 THE ANIMEN
Schweiz; Rock'n Roll; gegründet: frisch; ein Album;
The Animen – My Pretty Ballerina
14:30 – 15:30 DIE HÖCHSTE EISENBAHN
Deutschland; Singer/Songwriter/Pop/Rock; gegründet 2011; ein Album;
Die höchste Eisenbahn – Was machst du dann
16:00 – 17:00 MOZES & THE FIRSTBORN
Niederlande; Garage Rock/Grunge; noch sehr frisch; ein Album;
Mozes And The Firstborn – I Got Skills
17:30 – 18:30 MISTER & MISSISSIPPI
Niederlande; Folk; auch sehr frisch; ein Album;
Mister And Mississippi – Northern Sky
19:00 – 20:10 NAKED LUNCH
Österreich; Rock/Pop; gegründet 1991; 6 Alben;
Naked Lunch – Military Of The Heart
20:40 – 21:55 THE BUILDERS & THE BUTCHERS
USA; Folk-Rock; gegründet 2005; 7 Alben;
The Builders And The Butchers – Lullaby
22:30 – 23:50 WOVENHAND
USA; Americana; gegründet 2001; 10 Alben;
Woven Hand – Dirty Blue
* RICHARD JOHNSTON wird in zwei Umbaupausen auf der Minibühne auftreten.
USA; Country-Blues; schon lange aktiv; 2 Alben;
Richard Johnston – Work Me Baby
Sonntag, 08. Juni
11:30 – 12:40 surprise act
Surprise, Surprise. Daher ein Link zum letztjährigen Surprise Act. War genial!
Murder By Death – As Long As There Is Whiskey In The World
13:10 – 14:10 RUE ROYALE
UK; Indie-Folk; gegründet 2003; 3 Alben;
Rue Royale – Guide To An Escape
14:40 – 15:40 KESTON COBBLERS’ CLUB
UK; Folk; gegründet 2009; zero Alben
Keston Cobblers' Club – Beam
16:10 – 17:10 DAVID LEMAITRE
Bolivien; Singer/Songwriter; seit 2013 solo; ein Album;
David Lemaitre – Megalomania
17:40 – 18:40 PINK MOUNTAINTOPS
Kanada; Rock; gegründet 2003; 3 Alben;
Pink Mountaintops – Ambulance City
19:10 – 20:20 BIRTH OF JOY
Niederlande; Rock; gegründet 2005; 5 Alben;
Birth Of Joy – Three Day Road
20:50 – 22:00 GALLON DRUNK
UK; Alternative Rock; gegründet 1988; 8 Alben;
Gallon Drunk – Before The Fire
22:30 – 23:45 WALLIS BIRD
Irland; Folk-Rock; seit 2005/2006; drei Alben;
Wallis Bird – In Dictum
* THE GOHO HOBOS werden in zwei Umbaupausen auf der Minibühne auftreten.
Deutschland; "cheesy country"; aktiver als aktiv; ungezählte Alben;
The Goho Hobos – Hey Joe
Und den Matsch lassen wir diesmal zu Hause. :-)
P.S. Die Bilder habe ich Random aus dem Netz. Hoffentlich hat keiner was dagegen. Ansonsten melden.
Entschlossen in Zukunft wieder mal mehr zu schreiben. Daumen halten. :-)
Als Wiedereinstieg eine kleine Vorschau auf das OBS 18 in Beverungen. Ein kleines, feines Festival welches uns letztes Jahr das erste Mal beeindruckt hat.
Hier die Running Order:
Freitag, 06. Juni
17:30 – 18:40 RAH RAH
Kanadische Indie-Rock Band; gegründet 2005, drei Alben;
Rah Rah – Prairie Girl
Rah Rah – Prairie Girl (kann auch in Deutschland angeguckt werden)
19:10 – 20:20 LINGBY
Aus Köln; Indie-Pop; gegründet 2006, ein (zwei) Alben;
Lingby – Like a stone
20:50 – 22:00 REVEREND SHINE SNAKE OIL CO.
Dänische Blues/Jazz/Swing/Crossover Band; gegründet 2007;
Reverend Shine Snake Oil Co. – Belligerent
22:30 – 23:50 GOLDEN KANINE
Schweden; Rock/Folk/Indie; gegründet um die 2004/2005; drei Alben;
Golden Kanine – Climb
* ANNEN MAY KANTEREIT werden in zwei Umbaupausen auf der Minibühne auftreten
Aus Köln; Rock/Pop/Blues; gegründet so um die 2011; ein Album;
AnnenMayKantereit – Wohin Du Gehst
Samstag, 07. Juni
11:30 – 12:30 DANGERS OF THE SEA
Dänemark; Folk/Indie; gegründet 2010; ein Album;
Dangers Of The Sea – Sheer Desperation
13:00 – 14:00 THE ANIMEN
Schweiz; Rock'n Roll; gegründet: frisch; ein Album;
The Animen – My Pretty Ballerina
14:30 – 15:30 DIE HÖCHSTE EISENBAHN
Deutschland; Singer/Songwriter/Pop/Rock; gegründet 2011; ein Album;
Die höchste Eisenbahn – Was machst du dann
16:00 – 17:00 MOZES & THE FIRSTBORN
Niederlande; Garage Rock/Grunge; noch sehr frisch; ein Album;
Mozes And The Firstborn – I Got Skills
17:30 – 18:30 MISTER & MISSISSIPPI
Niederlande; Folk; auch sehr frisch; ein Album;
Mister And Mississippi – Northern Sky
19:00 – 20:10 NAKED LUNCH
Österreich; Rock/Pop; gegründet 1991; 6 Alben;
Naked Lunch – Military Of The Heart
20:40 – 21:55 THE BUILDERS & THE BUTCHERS
USA; Folk-Rock; gegründet 2005; 7 Alben;
The Builders And The Butchers – Lullaby
22:30 – 23:50 WOVENHAND
USA; Americana; gegründet 2001; 10 Alben;
Woven Hand – Dirty Blue
* RICHARD JOHNSTON wird in zwei Umbaupausen auf der Minibühne auftreten.
USA; Country-Blues; schon lange aktiv; 2 Alben;
Richard Johnston – Work Me Baby
Sonntag, 08. Juni
11:30 – 12:40 surprise act
Surprise, Surprise. Daher ein Link zum letztjährigen Surprise Act. War genial!
Murder By Death – As Long As There Is Whiskey In The World
13:10 – 14:10 RUE ROYALE
UK; Indie-Folk; gegründet 2003; 3 Alben;
Rue Royale – Guide To An Escape
14:40 – 15:40 KESTON COBBLERS’ CLUB
UK; Folk; gegründet 2009; zero Alben
Keston Cobblers' Club – Beam
16:10 – 17:10 DAVID LEMAITRE
Bolivien; Singer/Songwriter; seit 2013 solo; ein Album;
David Lemaitre – Megalomania
17:40 – 18:40 PINK MOUNTAINTOPS
Kanada; Rock; gegründet 2003; 3 Alben;
Pink Mountaintops – Ambulance City
19:10 – 20:20 BIRTH OF JOY
Niederlande; Rock; gegründet 2005; 5 Alben;
Birth Of Joy – Three Day Road
20:50 – 22:00 GALLON DRUNK
UK; Alternative Rock; gegründet 1988; 8 Alben;
Gallon Drunk – Before The Fire
22:30 – 23:45 WALLIS BIRD
Irland; Folk-Rock; seit 2005/2006; drei Alben;
Wallis Bird – In Dictum
* THE GOHO HOBOS werden in zwei Umbaupausen auf der Minibühne auftreten.
Deutschland; "cheesy country"; aktiver als aktiv; ungezählte Alben;
The Goho Hobos – Hey Joe
Und den Matsch lassen wir diesmal zu Hause. :-)
P.S. Die Bilder habe ich Random aus dem Netz. Hoffentlich hat keiner was dagegen. Ansonsten melden.
Friday, 24 May 2013
SIEBNAVIERZG
Orange Blossom Special 17
17. – 19. Mai 2013 in Beverungen
KoMa on Festivaltour.
Das diesjährige Motto des OBS war „Bleiben“.

Oder, in erster Nachbetrachtung: Wie erlebe ich fünf verschiedene Wettersituationen in zweieinhalb Tagen. Denn von Grau in Grau freitags nachmittags gings flugs über in ein Gewitter, dem dann Dauerregen folgte, worauf wieder Grau dran war, dann die Sonne für zwei Stunden rausschaute, dann der graue Nebel einfiel (plus extremem Temperatursturz), worauf sich sonntags morgens wieder grau einstellte und dieses sich dann in das strahlendste Blau änderte, nur um zum Abschluss wieder in strömenden Regen überzugehen.
So empfing uns das OBS zwar nicht ganz mottogemäss, aber ein echter Festivalgeher kann damit leben. Also flugs das Zeltchen aufgebaut. Der Campingplatz liegt idyllisch direkt an der Weser. Schnell ein Radlerchen getrunken und auf zum Festivalgelände. Dieses präsentiert sich ganz kuschelig als Garten der Glitterhouse Records Villa. Die Bühne ist einfach hinter dem Haus aufgebaut worden. Überall gibt es Stände und Sitzgelegenheiten. Und schattenspendende Bäume. :-)

Freitagsprogramm:
17:30 – 18:40 EVENING HYMNS
19:10 – 20:20 STEAMING SATELLITES
20:50 –22:00 TREETOP FLYERS
22:30 – 23:45 SLIM CESSNA’S AUTO CLUB
Die Evening Hymns und die Steaming Satellites haben wir noch verpasst.
Evening Hymns – Dead Deer
Steaming Satellites – Witches
Wir steigen dann zu den Treetop Flyers in den Ring. Diese fünf Jungs aus London schaffen es, britischen Sound mit amerikanischem Westküstensound zu verknüpfen und so Richtung Country Soul zu wandern. Schöne Lieder.
Treetop Flyers – Things Will Change
Slim Cessna, was gibts da noch zu sagen: Wahnsinnig, ist das eine Mischung. Southern-Gospel-Country-Gothabilly, und das als zelebrierte Halbmesse des Irrsinns. Wie dem auch sei: SPIN meinte sie seien die beste Liveband Amerikas. Wir dachten: Ganz cool, wiederholt sich aber irgendwann. Und außerdem: Stell doch mal einer den Regen ab hier!!!
Slim Cessna’s Auto Club – Three Bloodhounds, Two Shepherds, One Fila Brasileiro

Ja. Nörgeln zum Abschluss des ersten Abends. Kalt, nass, müde. Getting better on Saturday.
Samstagsprogramm:
11:30 –12:30 MICK FLANNERY
12:50 – 13:50 DANIEL NORGREN
14:10 – 15:10 THE FABULOUS PENETRATORS
15:30 – 16:30 CAROLINE KEATING
16:50 – 17:10 BOY DIVISION
17:40 - 18:40 SKINNY LISTER
19:10 – 20:15 WE INVENTED PARIS
20:45 – 22:00 NICK WATERHOUSE
22:30 – 23:45 DRY THE RIVER
Samstags morgens. Der Regen prasselt unaufhörlich auf das Zelt. Auf Mick Flannery wird aufgrund des Feuchtigkeitsüberschusses verzichtet.
Mick Flannery – Boston
Nach Frühstückchen im Zelt raffen wir uns auf und statten Daniel Norgren einen Besuch ab. Der 30-jährige Schwede im Holzfällerhemd und Barfuss rockt und bluest sich durch das Mississippidelta des amerikanischen Südens. Erdig, dreckig – so ist Rock’n Roll. :-)
Daniel Norgren – Let Me Go

Die Fabulous Penetrators und Caroline Keating lassen wir dann bei abklingendem Regen, zugunsten eines Lidlbesuches und einem anschließenden Essen beim Chinesen vor Ort, ihr Ding alleine durchziehen.
The Fabulous Penetrators – Invader Invader
Caroline Keating – Old Faithful
Ein Chop Suey (lecker) und ein Bami Goreng (nicht so ganz lecker) später zieht es uns zurück aufs Festivalgelände. Dort haben inzwischen die Hamburger „Boy Division“ die Bühne geentert. Deren Coverversionen sind brachial, rotzig und vor allem megaphonverzerrt. Wer‘s mag.
Boy Division – Can Your Pussy Do The Dog
Danach war Party angesagt. Wer Skinny Lister kennt weiss, dass hier von Anfang bis Ende Gas gegeben wird. Mit teils ältesten englischen, irischen und schottischen Volksliedern (John Kanaka) bringen sie die Menge zum Tanzen, feiern sich selbst und die Lust am Leben. Über allem kreist der „Flagon“ – ein mit Schnaps gefüllter Tonkrug. Liebenswerte Typen – spaßige Musik.
Skinny Lister – Rolling Over

Eher ruhige Klänge ließen daraufhin „We Invented Paris“ folgen. Die sympathischen Schweizer („Ihr sind jo hurageile Siacha“), eigentlich ein Künstlerkollektiv, schaffen atmosphärisch dichte Indie-Pop-Perlen. Auch hartgesottene Rocker würden dies als schön bezeichnen. :-) Ein unvergesslicher Moment mit unplugged-Session mitten im Publikum.
We Invented Paris – Iceberg

Direkt nach WIP rockten Skinny Lister nochmals. Diesmal die kleine Publikumsbühne. Aber wie. Ekstase, Freude, Rumgedance und Mitgegröle. Alles war dabei. Herrlich.
Nur der Anisschnaps war....bääääääääh. Danach brauchten wir unbedingt Stärkung in Form von Bier und Essen. Also schön lecker Bierchen und eine Calzone bestellt und hinten im Garten hingesetzt. Nick Waterhouse als Hintergrundmusik mitbekommen. Hat funktioniert. Soll aber ganz gut sein der Junge. :-)
Nick Waterhouse – Some Place
Und dann kam die Sonne. Jaaaaaaaaaaa..... Eigentlich schon während WIP aber da ist mir das grad nicht eingefallen.

Und schon entern „Dry The River“ als Main Act (wobei, beim OBS ist jeder Act irgendwie Main Act) die Bühne. Der 2009 gegründete britische Fünfer wird dem Stil des Folk-Rocks zugeordnet. Aufnahmen zu ihrem neuen Album unterbrachen sie extra wegen des OBS-Gigs. Und: Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Hymnisch, klagend, melancholisch, befreiend, ausbrechend. Ein tolles Konzert.
Dry The River – New Ceremony
Is it getting better? Ha...wettertechnisch leider nicht. Es bricht eiseskalter Nebel herein. Die Temperaturen fallen ins Bodenlose. Nur ein Gedanke: ab ins Zelt und schön warm einpacken. NOW...
Enter Sunday.
Sonntagsprogramm:
11:30 – 12:40 surprise act
13:10 – 14:00 CROCOZEBRÁ
14:20 – 15:20 CHRISTINE OWMAN
15:50 – 16:50 TORPUS & THE ART DIRECTORS
17:20 – 18:30 THE DESOTO CAUCUS
19:00 – 20:10 THE FLAMING STARS
20:40 – 21:55 COME
22:35 – 23:50 BLAUDZUN
Nachdem der Surprise Act dieses Jahr als mörderisch gute Band angekündigt worden war, entschlossen wir uns direkt, da doch vorbeizuschauen. Die Sonne begann schon durchzugucken, bald sah man nur noch blauesten Himmel. Herrlich.
Tadaaaaaaa...“Murder By Death“
Die Band rund um Adam Turla spielt Rock und alternativen Country. Dies unterlegt mit einem Cello, das ihren Sound Richtung Goth treiben lässt. Dazu noch einen ordentlichen Schuss Western-Style und fertig ist die Mixtur. Singen sie dann noch über Whiskey oder den Teufel, ist das Ganze äußerst stimmig. Wunderbare Überraschung.
Murder By Death - As Long As There Is Whiskey In The World

Während auf der Bühne danach Crocozebra und Christine Owman auftraten, nahmen wir uns eine kleine Grillauszeit, ebenso packten wir schon unsere Sachen ins Auto, da der Wetterbericht, richtig erraten, zu späterer Stunde wieder einmal Regen angesagt hatte.
Crocozebra – Carthago
Christine Owman – Familiar Act
Wenn es dieses Jahr auf dem OBS ein „Next Big Thing“ gab, dann war es für mich auf jedenfall „Torpus & The Art Directors“. Warmer Folk-Pop, durchsetzt von Country - Einflüssen und ihrem fünfstimmigen Chorgesang. Harmonien pur. Marcus Mumford around somewhere? Mitnichten. Die fünf kommen aus Nordfriesland. Doch an ihnen ist nichts kühl. Wie sie sich über den Auftritt beim OBS freuten – einfach schön. Vom Fan zum Künstler. Und die Auflösung, wen wir schon am Samstag auf dem Campingplatz gesehen hatten. (Um ein schönes Video aufzunehmen.) Also: Check them out!!!
Torpus & The Art Directors – Fall In Love

So und jetzt mal etwas weniger euphorisch. The Desoto Caucus – musikalisch sicher über jeden Zweifel erhaben. Leider drängte sich bei uns aber eine latente Langeweile in den Vordergrund. Irgendwie hörte sich alles gleich an, keine Höhen aber auch keine Tiefen, an denen man sich reiben konnte. Klingen wie deus – gut, mochte ich ja auch noch nie. Die wurden beim letzten Konzert ja auch von ihrer Vorband – Balthazar – an die Wand gespielt. Aber liebe TDC: Manche fanden euch echt super, vielleicht fehlt mir nur der Zugang zu eurer Musik. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.
The DeSoto Caucus – Live In The Stream
Die Flaming Stars fielen in weiterer Folge einer Autobesuchs- und Döneresspause zum Opfer.

The Flaming Stars – You don’t always want what you get
Come – Thalia Zedek und Kollegen. Was ein Mascis, Mould und Cobain schon 1992 außergewöhnlich gut fanden, klingt jetzt immer noch sehr gut. Erinnerte mich stellenweise an Hole, oder müsste man das umgekehrt sehen? Wahrscheinlich schon. Come fanden sich anlässlich des 20-jährigen Jubiläums ihres Debütalbums „11:11“ wieder in Originalbesetzung zusammen. Das Album wird auch neu aufgelegt. Live eine intensive, druckvolle Performance. Guitars are good. ;-)
Come – Cimarron

Und der Headliner des Abends, in Holland bereits ein Superstar, war dann Blaudzun. Er und sein Orchester ließen sich erstmal Zeit für einen ordentlichen Soundcheck, um dann das OBS im Sturm zu beenden. Ein wunderbarer Abschluss. Wie Johannes Sigmond seine Songs präsentiert, wie sie sich entfalten, wie sie teilweise regelrecht explodieren, das ist Musik auf höchst emotionaler Ebene. Songs wie „Elephants“, „Heavy Flowers“ oder „Who took the wheel“ sind nebenbei noch Ohrwürmer allererster Güte. Zu „We both know“ stimmte das Publikum in das Pfeifen von Blaudzun ein und schuf einen grandiosen Moment der Verbindung zwischen Zuhörern und Künstler. Schön.
Blaudzun – Elephants
Was bleibt also noch zu sagen:
Fein wars, gerne kommen wir wieder. Ein familiäres, entspanntes Festival. Musikalisch eigentlich kaum Ausfälle. (Je nach Geschmack.) Das Wetter war teilweise böse. Aber was stand da auf einem Auto beim Parkplatz: „Et is wie et is!“
Genau. Also Motto: „WIEDERKOMMEN!“ und...

17. – 19. Mai 2013 in Beverungen
KoMa on Festivaltour.
Das diesjährige Motto des OBS war „Bleiben“.

Oder, in erster Nachbetrachtung: Wie erlebe ich fünf verschiedene Wettersituationen in zweieinhalb Tagen. Denn von Grau in Grau freitags nachmittags gings flugs über in ein Gewitter, dem dann Dauerregen folgte, worauf wieder Grau dran war, dann die Sonne für zwei Stunden rausschaute, dann der graue Nebel einfiel (plus extremem Temperatursturz), worauf sich sonntags morgens wieder grau einstellte und dieses sich dann in das strahlendste Blau änderte, nur um zum Abschluss wieder in strömenden Regen überzugehen.
So empfing uns das OBS zwar nicht ganz mottogemäss, aber ein echter Festivalgeher kann damit leben. Also flugs das Zeltchen aufgebaut. Der Campingplatz liegt idyllisch direkt an der Weser. Schnell ein Radlerchen getrunken und auf zum Festivalgelände. Dieses präsentiert sich ganz kuschelig als Garten der Glitterhouse Records Villa. Die Bühne ist einfach hinter dem Haus aufgebaut worden. Überall gibt es Stände und Sitzgelegenheiten. Und schattenspendende Bäume. :-)
Freitagsprogramm:
17:30 – 18:40 EVENING HYMNS
19:10 – 20:20 STEAMING SATELLITES
20:50 –22:00 TREETOP FLYERS
22:30 – 23:45 SLIM CESSNA’S AUTO CLUB
Die Evening Hymns und die Steaming Satellites haben wir noch verpasst.
Evening Hymns – Dead Deer
Steaming Satellites – Witches
Wir steigen dann zu den Treetop Flyers in den Ring. Diese fünf Jungs aus London schaffen es, britischen Sound mit amerikanischem Westküstensound zu verknüpfen und so Richtung Country Soul zu wandern. Schöne Lieder.
Treetop Flyers – Things Will Change
Slim Cessna, was gibts da noch zu sagen: Wahnsinnig, ist das eine Mischung. Southern-Gospel-Country-Gothabilly, und das als zelebrierte Halbmesse des Irrsinns. Wie dem auch sei: SPIN meinte sie seien die beste Liveband Amerikas. Wir dachten: Ganz cool, wiederholt sich aber irgendwann. Und außerdem: Stell doch mal einer den Regen ab hier!!!
Slim Cessna’s Auto Club – Three Bloodhounds, Two Shepherds, One Fila Brasileiro

Ja. Nörgeln zum Abschluss des ersten Abends. Kalt, nass, müde. Getting better on Saturday.
Samstagsprogramm:
11:30 –12:30 MICK FLANNERY
12:50 – 13:50 DANIEL NORGREN
14:10 – 15:10 THE FABULOUS PENETRATORS
15:30 – 16:30 CAROLINE KEATING
16:50 – 17:10 BOY DIVISION
17:40 - 18:40 SKINNY LISTER
19:10 – 20:15 WE INVENTED PARIS
20:45 – 22:00 NICK WATERHOUSE
22:30 – 23:45 DRY THE RIVER
Samstags morgens. Der Regen prasselt unaufhörlich auf das Zelt. Auf Mick Flannery wird aufgrund des Feuchtigkeitsüberschusses verzichtet.
Mick Flannery – Boston
Nach Frühstückchen im Zelt raffen wir uns auf und statten Daniel Norgren einen Besuch ab. Der 30-jährige Schwede im Holzfällerhemd und Barfuss rockt und bluest sich durch das Mississippidelta des amerikanischen Südens. Erdig, dreckig – so ist Rock’n Roll. :-)
Daniel Norgren – Let Me Go
Die Fabulous Penetrators und Caroline Keating lassen wir dann bei abklingendem Regen, zugunsten eines Lidlbesuches und einem anschließenden Essen beim Chinesen vor Ort, ihr Ding alleine durchziehen.
The Fabulous Penetrators – Invader Invader
Caroline Keating – Old Faithful
Ein Chop Suey (lecker) und ein Bami Goreng (nicht so ganz lecker) später zieht es uns zurück aufs Festivalgelände. Dort haben inzwischen die Hamburger „Boy Division“ die Bühne geentert. Deren Coverversionen sind brachial, rotzig und vor allem megaphonverzerrt. Wer‘s mag.
Boy Division – Can Your Pussy Do The Dog
Danach war Party angesagt. Wer Skinny Lister kennt weiss, dass hier von Anfang bis Ende Gas gegeben wird. Mit teils ältesten englischen, irischen und schottischen Volksliedern (John Kanaka) bringen sie die Menge zum Tanzen, feiern sich selbst und die Lust am Leben. Über allem kreist der „Flagon“ – ein mit Schnaps gefüllter Tonkrug. Liebenswerte Typen – spaßige Musik.
Skinny Lister – Rolling Over

Eher ruhige Klänge ließen daraufhin „We Invented Paris“ folgen. Die sympathischen Schweizer („Ihr sind jo hurageile Siacha“), eigentlich ein Künstlerkollektiv, schaffen atmosphärisch dichte Indie-Pop-Perlen. Auch hartgesottene Rocker würden dies als schön bezeichnen. :-) Ein unvergesslicher Moment mit unplugged-Session mitten im Publikum.
We Invented Paris – Iceberg

Direkt nach WIP rockten Skinny Lister nochmals. Diesmal die kleine Publikumsbühne. Aber wie. Ekstase, Freude, Rumgedance und Mitgegröle. Alles war dabei. Herrlich.
Nur der Anisschnaps war....bääääääääh. Danach brauchten wir unbedingt Stärkung in Form von Bier und Essen. Also schön lecker Bierchen und eine Calzone bestellt und hinten im Garten hingesetzt. Nick Waterhouse als Hintergrundmusik mitbekommen. Hat funktioniert. Soll aber ganz gut sein der Junge. :-)
Nick Waterhouse – Some Place
Und dann kam die Sonne. Jaaaaaaaaaaa..... Eigentlich schon während WIP aber da ist mir das grad nicht eingefallen.

Und schon entern „Dry The River“ als Main Act (wobei, beim OBS ist jeder Act irgendwie Main Act) die Bühne. Der 2009 gegründete britische Fünfer wird dem Stil des Folk-Rocks zugeordnet. Aufnahmen zu ihrem neuen Album unterbrachen sie extra wegen des OBS-Gigs. Und: Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Hymnisch, klagend, melancholisch, befreiend, ausbrechend. Ein tolles Konzert.
Dry The River – New Ceremony
Is it getting better? Ha...wettertechnisch leider nicht. Es bricht eiseskalter Nebel herein. Die Temperaturen fallen ins Bodenlose. Nur ein Gedanke: ab ins Zelt und schön warm einpacken. NOW...
Enter Sunday.
Sonntagsprogramm:
11:30 – 12:40 surprise act
13:10 – 14:00 CROCOZEBRÁ
14:20 – 15:20 CHRISTINE OWMAN
15:50 – 16:50 TORPUS & THE ART DIRECTORS
17:20 – 18:30 THE DESOTO CAUCUS
19:00 – 20:10 THE FLAMING STARS
20:40 – 21:55 COME
22:35 – 23:50 BLAUDZUN
Nachdem der Surprise Act dieses Jahr als mörderisch gute Band angekündigt worden war, entschlossen wir uns direkt, da doch vorbeizuschauen. Die Sonne begann schon durchzugucken, bald sah man nur noch blauesten Himmel. Herrlich.
Tadaaaaaaa...“Murder By Death“
Die Band rund um Adam Turla spielt Rock und alternativen Country. Dies unterlegt mit einem Cello, das ihren Sound Richtung Goth treiben lässt. Dazu noch einen ordentlichen Schuss Western-Style und fertig ist die Mixtur. Singen sie dann noch über Whiskey oder den Teufel, ist das Ganze äußerst stimmig. Wunderbare Überraschung.
Murder By Death - As Long As There Is Whiskey In The World
Während auf der Bühne danach Crocozebra und Christine Owman auftraten, nahmen wir uns eine kleine Grillauszeit, ebenso packten wir schon unsere Sachen ins Auto, da der Wetterbericht, richtig erraten, zu späterer Stunde wieder einmal Regen angesagt hatte.
Crocozebra – Carthago
Christine Owman – Familiar Act
Wenn es dieses Jahr auf dem OBS ein „Next Big Thing“ gab, dann war es für mich auf jedenfall „Torpus & The Art Directors“. Warmer Folk-Pop, durchsetzt von Country - Einflüssen und ihrem fünfstimmigen Chorgesang. Harmonien pur. Marcus Mumford around somewhere? Mitnichten. Die fünf kommen aus Nordfriesland. Doch an ihnen ist nichts kühl. Wie sie sich über den Auftritt beim OBS freuten – einfach schön. Vom Fan zum Künstler. Und die Auflösung, wen wir schon am Samstag auf dem Campingplatz gesehen hatten. (Um ein schönes Video aufzunehmen.) Also: Check them out!!!
Torpus & The Art Directors – Fall In Love
So und jetzt mal etwas weniger euphorisch. The Desoto Caucus – musikalisch sicher über jeden Zweifel erhaben. Leider drängte sich bei uns aber eine latente Langeweile in den Vordergrund. Irgendwie hörte sich alles gleich an, keine Höhen aber auch keine Tiefen, an denen man sich reiben konnte. Klingen wie deus – gut, mochte ich ja auch noch nie. Die wurden beim letzten Konzert ja auch von ihrer Vorband – Balthazar – an die Wand gespielt. Aber liebe TDC: Manche fanden euch echt super, vielleicht fehlt mir nur der Zugang zu eurer Musik. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.
The DeSoto Caucus – Live In The Stream
Die Flaming Stars fielen in weiterer Folge einer Autobesuchs- und Döneresspause zum Opfer.
The Flaming Stars – You don’t always want what you get
Come – Thalia Zedek und Kollegen. Was ein Mascis, Mould und Cobain schon 1992 außergewöhnlich gut fanden, klingt jetzt immer noch sehr gut. Erinnerte mich stellenweise an Hole, oder müsste man das umgekehrt sehen? Wahrscheinlich schon. Come fanden sich anlässlich des 20-jährigen Jubiläums ihres Debütalbums „11:11“ wieder in Originalbesetzung zusammen. Das Album wird auch neu aufgelegt. Live eine intensive, druckvolle Performance. Guitars are good. ;-)
Come – Cimarron
Und der Headliner des Abends, in Holland bereits ein Superstar, war dann Blaudzun. Er und sein Orchester ließen sich erstmal Zeit für einen ordentlichen Soundcheck, um dann das OBS im Sturm zu beenden. Ein wunderbarer Abschluss. Wie Johannes Sigmond seine Songs präsentiert, wie sie sich entfalten, wie sie teilweise regelrecht explodieren, das ist Musik auf höchst emotionaler Ebene. Songs wie „Elephants“, „Heavy Flowers“ oder „Who took the wheel“ sind nebenbei noch Ohrwürmer allererster Güte. Zu „We both know“ stimmte das Publikum in das Pfeifen von Blaudzun ein und schuf einen grandiosen Moment der Verbindung zwischen Zuhörern und Künstler. Schön.
Blaudzun – Elephants
Was bleibt also noch zu sagen:
Fein wars, gerne kommen wir wieder. Ein familiäres, entspanntes Festival. Musikalisch eigentlich kaum Ausfälle. (Je nach Geschmack.) Das Wetter war teilweise böse. Aber was stand da auf einem Auto beim Parkplatz: „Et is wie et is!“
Genau. Also Motto: „WIEDERKOMMEN!“ und...
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